Pico del Teide - Der höchste Berg Spaniens

Schon während des Anflugs auf Teneriffa kannst Du das größte Wahrzeichen der Insel sehen: Den Vulkangipfel „Pico del Teide“, auch nur kurz Teide genannt. Sein 3718 Meter hoher Gipfel ist aus allen Himmelsrichtungen gut sichtbar.

Der Teide ist vulkanischem Ursprungs und ist der höchste Berg Spaniens. Er überragt selbst die Sierra Nevada (3482 Meter) auf dem spanischen Festland. Und mit 7500 Meter über dem Meeresgrund ist er der dritthöchste Inselvulkan auf der Erde. Damit ist der Pico del Teide – mit ca. 3 Millionen Besuchern im Jahr – nicht nur eine der beliebtesten Sehenswürdigkeit, sondern auch eine voller Superlativen.

Auch die Region um den Gipfel ist reich an geologischen Formationen, Lavafeldern und hat eine vielfältige Flora und Fauna. Deshalb sind auch fast 20 Hektar als Nationalpark ausgewiesen und die Bergregion befindet sich seit 2007 auf der Liste als UNESCO Weltnaturerbe. Im Winter ist der Gipfel mit reichlich Schnee bedeckt. Aber auch in den frühen Sommermonaten befinden sich noch einige Schneefelder auf dem Gipfel.

Der Teide und seine Umgebung laden zu zahlreichen Aktivitäten ein: neben Gipfelbesteigungen gibt es zahlreiche ausgewiesene Wanderwege und auch bei Radsportlern ist die Region sehr beliebt. Viele Wanderwege beginnen an den diversen Aussichtspunkten, die sich entlang der Straße TF-21 befinden. Diese führt einmal quer durch das Gebiet und an zahlreichen Aussichtspunkten vorbei, die einen beeindruckenden Ausblick bieten.

Wer auf den Gipfel möchte, kann die Seilbahn benutzen (die Straße TF-21 führt direkt an der Bergstation vorbei). Diese hat täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Bei schlechten Witterungsbedingungen, starkem Wind oder Wartungsarbeiten fährt diese jedoch nicht. Mit der Seilbahn kommst du auf eine Höhe von 3500 Meter. Für die restlichen zweihundert Meter wird eine Sondergenehmigung der Parkverwaltung benötigt. Von dort oben hast Du einen herrlichen Ausblick auf die Insel und kannst von dort auch die Nachbarinseln El Hierro, La Palma, La Gomera und Gran Canaria sehen.

Der Pico del Teide ist ein Schichtvulkan, also ist über die Jahrhunderte immer weiter angewachsen. Der Gipfel erhebt sich aus einem Krater (Caldera) die einen Durchmesser von 17 Kilometer ausweist und „Las Cañadas“ genannt wird. Der letzte Ausbruch fand am 18. November 1909 statt, 10 Kilometer vom Gipfel entfernt und zerstörte damals Teile der Stadt Garachico. Innerhalb der Caldera ereignete sich der letzte Ausbruch im Jahre 1798.

Wenn Du dich auf dem Gipfel befindest, wirst du merken, dass der Vulkan noch nicht zur Ruhe gekommen ist. Aus Ritzen und Spalten dringen Schwefeldämpfe an die Oberfläche. Was Du gut an dem gelblich-weißen Rauch sehen kannst.

Der Name des Berges auf auf den Dämonen „Guayota“ zurückgeführt. Dieser soll einer Legende nach in dem Berg gelebt haben und dort die Sonnengott „Magec“ gefangen gehalten haben. Ohne den Sonnengott wurde die Region in Dunkelheit getaucht, was die Bewohner (die Guanchen) zutiefst beunruhigte. Deshalb baten sie ihren obersten Gott „Achamán“ um Hilfe. Dieser verjagte den bösen Dämonen und befreite den Sonnengott aus der Hölle. Damit dieser nicht wieder den Sonnengott gefangen nehmen kann, verschloss Achamán die Öffnung mit einem Zuckerhut (Pilón). Die Guanchen nannten daher den Berg „Echeyde“, was soviel wie „Hölle“ bedeutet. Die Spanier machten daraus dann den Namen „Teide“.

Für so einen markanten Berg ist das eine wundervolle Legende, die auch die Aktivitäten des Vulkans aufgreift und auf die große Bedeutung für die Geschichte der Insel Teneriffas hindeutet.