Loro Parque in Puerto de la Cruz

Der Loro Park ist ein Tierpark in der Nähe der Stadt Puerto de la Cruz im Norden von Teneriffa. Er hat sich in den letzten Jahren immer mehr in Richtung eines Freizeitparks entwickelt, mit einer Vielzahl an tierischen Attraktionen. Über die Grenzen von Teneriffa hinweg ist der Park für seine große Papageiensammlung bekannt. Eröffnet wurde der Park im Dezember 1972, vom Deutschen Wolfgang Kiessling. Seither haben über 34 Millionen Gäste den Park besucht. Damals hatte der Loro Parque noch eine Größe von 13.000 m². Inzwischen ist er auf 135.000 m² angewachsen. Zum Vergleich: Der Zoo Berlin hat eine Fläche von 330.000 Quadratmetern. Trotz der geringen Größe des Parks werden dem Besucher zahlreiche Tierarten und Shows geboten.

Steckbrief zum Loro Park:

  • Öffnungszeiten: Der Park hat täglich von 8:30 bis 18:45 Uhr geöffnet.
  • Eintritt: 34 Euro für Erwachsene und 23 Euro für Kinder (Stand September 2016)
  • Informationen zur Anreise:
    • Es steht ein großer, jedoch kostenpflichtiger, Parkplatz am Eingang zur Verfügung.
    • Dazu pendelt eine knallgelbe Bimmelbahn zwischen Puerto de la Cruz und dem Park im 20 Minuten Takt. Die Fahrt ist kostenlos.
  • Im gesamten Loro Parque wird ein kostenloses WLAN-Netz angeboten.

Der Eingangsbereich: Thai-Dorf mit Koi-Teich und Gorillas

Direkt am Eingang des Parks wird der Besucher von einem Thai-Dorf und dazugehörigem großen Koi-Teich empfangen. Die Häuser sind komplett aus Holz und die Dachgiebel sind mit 24 karätigem Blattgold überzogen. Alle Elemente der Häuser wurden in Thailand hergestellt, per Container nach Teneriffa transportiert und hier von thailändischen Handwerkern aufgebaut.

Von hier aus führt ein Weg in Richtung des Gorilla-Gehege. Zwischendurch gibt es noch einen Fototermin mit einem Papagei. Das Erinnerungsfoto kann am Ende des Besuchs, am Aufgang, erworben werden.

An der Gorilla-Terrasse angekommen, kannst Du dort sieben Gorilla-Männchen bewundern. Und wenn Du Glück hast, sitzen sie auch gerade in einer fotogenen Position für ein schönes Foto. Das Gehege der Gorillas ist 3.500 Quadratmeter groß und bietet somit für die Tiere viel Platz. Die Gorillas gehören verschiedenen europäischen Zoos und sind Bestandteil von Zuchtprogrammen, in denen die Fortpflanzung und Erhalt koordiniert wird.

Nach dem Besuch der Gorillas teilt sich der Weg in verschiedene Richtungen auf und dem Besucher steht es frei, wie er seinen weiteren Parkbesuch gestalten möchte.

Papageien am Wegesrand

Im gesamten Loro-Parque verteilt, stehen an den Wegesrändern die Volieren mit den verschiedenen Papageien- und Sittich-Arten. Weltweit gibt es ungefähr 800 Papageienarten. Der Loro Park beherbergt Tiere von etwa 350 verschiedenen Arten. Davon sind viele von Aussterben bedroht oder schon ganz aus der freien Wildbahn verschwunden. Dazu gehört etwa der Spix-Ara, den der Loro Parque auch schon ein paar mal erfolgreich züchten konnte. Nicht alle Arten sind jedoch im Park zu sehen. Gerade die seltenen Exemplare befinden nicht direkt im Park, sondern in der Zuchtstation "La Vera", die leider nicht öffentlich zugänglich ist.

Mitten im Park eine Aufzuchtstation für Papageien. Hier kannst Du sehen wie die kleinen Vögel aufwachsen und gefüttert werden.

Die Loro Show

Die Loro Show war vor 30 Jahren die Erste in ganz Europa. Heute also ein echter Klassiker. Die Zuschauer sitzen auf einer Tribüne. Neben einzelnen Kunsttücken von trainierten Papageien, fliegen einzelne Tiere, aber auch ganz Schwärme über die Köpfe der Zuschauer hinweg.

Loro Parque Fundación

Die gesamte Papageiensammlung des Parks wurde 1994 der Loro Parque Fundación übergeben. Die Stiftung hat den Zweck, Projekte zur Forschung und dem Artenschutz in den Ursprungsländern der Papageien zu unterstützen. Die im Park geschlüpften und aufgezogenen Vögel dienen als Reservepopulation und es besteht die Möglichkeit, dass diese später über Wiederansiedlungsprojekte ausgewildert werden. Derzeit beteiligt sich die Stiftung weltweit an 24 Erhaltungszuchtprogrammen (EEP), um den Bestand verschiedener Arten in der Natur aufrecht zu erhalten. Für den Blaulatzara und die Pracht-Amazone betreut die Logo Parque Fundación sogar die verantwortliche Koordination.

Die Orca-Show

Seit 2006 zählt die Orca Anlage zu der größten Attraktionen des Loro Parques. Die vier Orcas Tekoa, Keto, Skyla und Kohana stammen aus der SeaWorld USA. Die Tiere sind dort auch zur Welt gekommen (in der dritten Generation), kennen also das Leben in freier Wildbahn nicht. Die Anlage, in der die Orcas leben, gehört zu den größten der Welt. Die Becken, mit einem Fassungsvermögen von 22 Millionen Litern, werden mit gekühltem und gefilterten Meerwasser gespeist. Das Wasser wird direkt aus dem Atlantischen Ozean in einer Tiefe von 65 Metern entnommen. Die Wassertiefe in den Becken liegt zwischen 8 bis 12,5 Meter, mit einer Beckenlänge von 120 Metern.

In der Orca-Show, die mehrmals am Tag stattfindet, zeigen die Tiere mit ihren Trainern spektakuläre Sprünge und andere kleine "Kunststücke". Das alles dient als Abwechslung und Beschäftigung für die Tiere. Überdacht ist die Tribüne und Teile der Anlage mit einer 4.000 Quadratmeter großen Dachkonstruktion. So sind die Besucher vor Sonne und Regen geschützt. Zudem werden die Becken so abgeschattet und der benötigte Energieaufwand für eine konstante Wassertemperatur wird reduziert. Die Zuschauertribünen bieten Platz für 3.000 Gäste und im Sommer sind diese immer gut gefüllt. Und wer etwas Erfrischung in Form einer Dusche mit 13 Grad warmen Meerwasser wünscht, darf sich in die ersten Reihen setzen.

Die Delfin-Show

Nicht nur die Orcas haben im Park ein eigenes Stadion bekommen, sondern auch die Delfine besitzen ihre eigene "Bühne". In dem Delfinarium leben sieben Delfine. Die Anlage der Delfine besteht aus drei Pools, die miteinander verbunden sind: Einem Aufenthaltspool, einem Panoramapool und einem Pool, in dem die Show stattfindet. Während der Show solltest Du gut aufpassen, da alles sehr schnell geht. Außerhalb der Shows ist das Stadion für Besucher gesperrt, damit die Tiere auch einmal ungestört sein können.

Die Seelöwen-Show

Auch die Show der Seelöwen, in ihrem eigenen Stadion, überzeugt durch viel Witz und spektakulären Darbietungen der Tiere. Die kalifornischen Seelöwen helfen auch beim Aufbau der Utensilien für die Show. Diese kann auch unter Wasser verfolgt werden, da das Becken über Klarsichtpanele verfügt. Auch dieses Stadion ist außerhalb der Showzeiten nicht zugänglich.

Planet Pinguin

Was erwartet man im tropisch, warmen Norden von Teneriffa im wenigsten? Natürlich Pinguine aus der Antarktis. Während der Besucher in kurzen Hosen und bei angenehmen Temperaturen durch die Anlage läuft, ist es hinter den riesigen Glasscheiben richtig kalt: -2 Grad Celsius. Damit ist Planet Pinguin wohl die mit Abstand größte Gefriertruhe die es gibt. Zudem wird die Anlage ständig mit neuem Schnee versorgt und Mitarbeiter sind damit beschäftigt, diesen zu verteilen. Beherbergt sind hier vier Pinguinarten: Königs-, Felsen-, Esels- und Zügelpinguine.

In dem Pinguinarium sind jedoch nicht nur Pinguine zu sehen, sondern auch die Vogel- und Unterwasserwelt wird gezeigt. So sind Papageientaucher zu sehen oder in einer Plexiglassäule auch ein Schwarm von 7.000 Sardinen.

Vogelvoliere "Katandra Treetops"

Die Katandra Treetops ist eine der neuen Bauten im Loro Parque. Die begehbare Freiflugvoliere beheimatet über 100 Vögel verschiedener Arten. Farbige Loris, Kakadus, Fasane, Amseln, Pelikane, Fruchttauben und viele anderen Arten sind auf Augenhöhe zu beobachten. Ein Weg führt durch die Voliere auch in luftige Höhen, über Plattformen, Hängebrücken und Treppen.

Aquarium mit Haitunnel

Ebenfalls recht neu ist das Aquarium mit dem Haitunnel. In dem Tunnel schwimmen die Tiere um und über einem herum. In dem Aquarium gibt es verschiedene Haiarten und andere Meeresbewohner zu sehen. In der Anlage gibt es zudem eine Reihe an großzügig gestalteten Aquarien, mit farbenfrohen Fischen und Korallen.

Viele weitere Tiere zu Bestaunen

Neben den "Haupt-Attraktionen" des Parks gibt es auch noch zahlreiche weitere Anlagen mit Tieren, die man auch aus zahlreichen anderen Zoos kennt: Schimpansen, Alligatoren, Erdmännchen, Leoparden, Flamingos und auch Galapagos Riesenschildkröten.

Du kannst deine eigene Verpflegung mit in den Park bringen. Es gibt hier aber auch zahlreiche Restaurants und Bars mit moderaten Preisen. Wie der Park sind auch die Restaurants thematisch gestaltet, unter anderem gibt es einen "Bayerischen Biergarten" mit den dafür typischen Speisen.

Für den Besuch des Loro Parques solltest Du etwa 5 Stunden einplanen. Wenn Du wirklich alles in Ruhe sehen möchtest, kann der Besuch einen ganzen Tag dauern. Es gibt zwar viele schattige Stellen, trotzdem solltest Du die Sonnencreme nicht vergessen. Übrigens, wenn Du den Park innerhalb von 2 Wochen erneut besuchen möchtest, zahlst Du nur die Hälfte des üblichen Eintrittspreises.